Verwirf mich
nicht,
wenn ich alt bin!
Verlass mich
nicht,
wenn meine Kräfte
Schwinden. (Ps. 71,9)

gefaltete Haende

Unser Leitbild

Das Leben eines jeden Menschen ist Geschenk Gottes.
Gottes JA zum Leben ist die Grundlage unseres gemein-
samen caritativen Auftrages. Jesus Christus wandte sich
in besonderer Weise den hilfsbedürftigen und kranken Menschen zu.
In jedem Menschen, dem wir uns zuwenden, begegnen wir Gott. Unser Dienst ist die Verwirklichung der christlichen Nächstenliebe, wie sie uns in der Heiligen Schrift in Matthäus 22, 37-39 überliefert ist. Dort heißt es:
"Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite:
Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
Gemäß diesem Schriftwort von Gottesliebe, Nächsten-
liebe und Selbstliebe versuchen wir unseren caritativen Auftrag im Alltag zu erfüllen.
Alle Mitarbeiter sind eingeladen in unserer heutigen
Zeit diesen Dienst mit zu tragen und mit zu leben.
Das Leitbild stellt für uns einen verbindlichen Orientierungsrahmen dar. Unsere Aufgabe ist es,
dieses Leitbild mit Leben zu füllen.

Die Wurzeln des Vinzentiushauses

Laut Gründungsurkunde
wurde das Vinzentiushaus 1884 durch Offenburger
Bürger als Aktiengesellschaft gegründet. Aufgabe des Hauses war es, die soziale Not unter der Bevölkerung
zu lindern. Seit dieser Zeit leisten die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz ihren Dienst am
Nächsten im Vinzentiushaus.
In der Gründungsurkunde ist folgendes Zitat nieder-
geschrieben:
Zweck der Gesellschaft ist die Krankenpflege, insbesondere der Erwerb und Betrieb eines Hauses zur Pflege und Unterstützung kranker, gebrechlicher und bejahrter Persönlichkeiten ohne Unterschiede der Religion und des Standes.

Unser Auftrag

Die Aufgaben der Ordensschwestern im Vinzentiushaus waren Alten- und Behindertenpflege, Kinderbetreuung, Armenspeisung und Wohnheim für betagte Menschen.
Durch den Einsatz der Ordensfrauen waren die ihnen
anvertrauten Menschen gut versorgt.
Während des 2. Weltkrieges wurde das Vinzentiushaus zum Militärlazarett, später dann Krankenhaus mit Belegbetten und Kneippanstalt. Anschließend Altenheim für
betagte Bürgerinnen und Bürger. Im Jahre 1978 wurde
dann die Rechtsform der „Vinzentius-Verein Offenburg Aktiengesellschaft“ in eine GmbH umgewandelt. Der Name lautet nun Vinzentiushaus Offenburg GmbH.Mit den gesellschaftlichen Veränderungen und Bedürfnis-sen entstand 1999 ein Neubau in der Grimmelshausenstra-ße als Altenpflegeheim. Der Auftrag leitet sich bis zum heutigen Tage von dem Ausspruch des Ordensgründers Pater Theodosius Florentini ab:

„Was Bedürfnis der Zeit, ist der Wille Gottes“

Begegnung in Wert und Würde Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Dieser Grundgedanke jedes menschlichen Miteinanders prägt unser Handeln und Tun. Das bedeutet für uns als
caritative Einrichtung im täglichen Miteinander:
Wir tun unseren Dienst
im Geist der christlichen Nächstenliebe.
Wir begegnen jedem Menschen
in seiner Vielfältigkeit, im Reichtum seiner Lebens-
erfahrung und im Bewusstsein unserer eigenen
Stärken und Schwächen.
Wir respektieren jeden als „Persönlichkeit“.
Wir nehmen Fähigkeiten
des Einzelnen wahr und fördern sie.

Wir schenken jedem Menschen
unsere Anerkennung für das, was er ist und leistet.

Ein Lebensraum für Menschen,
die uns anvertraut sind.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit
stehen die Bewohner unseres Hauses mit dem Reichtum ihrer Lebenserfahrung, ihrer Prägung, ihren Wünschen und Bedürfnissen. Für die Arbeit im Geiste unseres caritativen Auftrages bedeutet das:
Wir respektieren
die persönlichen Rechte des Einzelnen in jeder
Situation, insbesondere das Recht auf Information
und Privatsphäre.
Wir fördern
den Kontakt der Bewohner mit ihren Angehörigen.
Wir erhalten
die Integration in das soziale Umfeld durch Veranstaltungen und Vereinsdarbietungen, sowie Gebräuche und Feste im Kirchenjahr und zu den
entsprechenden Jahreszeiten.
Wir nehmen uns Zeit
für die Menschen, um ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern und zu erhalten.
Unser Anliegen
ist es, die Lebensqualität des alten Menschen in jeder Phase zu sichern und zu verbessern.
Wir ermutigen
die uns anvertrauten Menschen, ihr Alter, ihre Krankheit oder Behinderung auch als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung zu begreifen.
Wir versuchen
eine Atmosphäre der Geborgenheit, des Vertrautseins, der Heimat, zu schaffen, durch Kennen und Anerkennen der Lebensgeschichte des Einzelnen.
Unsere Pflege
ist ganzheitlich angelegt, richtet sich nach neuesten
wissenschaftlichen Erkenntnissen und orientiert sich
am Bedürfnis des Bewohners.
Wir achten die Menschen
unabhängig von Volkszugehörigkeit, Religion, Geschlecht, Andersartigkeit, gesellschaftlichem Ansehen, Einkommen und Alter.

Wir begleiten Sterbende
in ihrer letzten Lebensphase und orientieren uns dabei an ihrem religiösen und kulturellen Hintergrund.

Ein Ort des Miteinanders für Menschen,
die mit uns arbeiten.

Unsere Arbeit wird in besonderer Weise geprägt durch
Mitarbeiter der verschiedenen Arbeitsbereiche, die sich gegenseitig wertschätzen und verantwortungsvoll
miteinander umgehen. Im täglichen Miteinander und im
Geiste unseres caritativen Auftrages bedeutet das für
jeden Mitarbeiter:
Wir wissen um die Wichtigkeit unserer Aufgabe
und sehen uns als Teil des Ganzen mit Kompetenz
und Verantwortung.
Deshalb bilden wir uns kontinuierlich weiter.
Wir motivieren uns gegenseitig
durch Anerkennung der Leistung.
Durch unterschiedliche Fähigkeiten
und Begabungen ergänzen wir uns in unserer Arbeit.
Wir erkennen unsere eigenen Grenzen an
und suchen den fachlichen Austausch.
Wir sehen Konflikte als berechtigten Ausdruck
gegensätzlicher Meinungen. Wir nehmen Kritik an
und bleiben im sachlichen Dialog.
Dienstplangestaltung
und Schichtdienste, Anforderungen der Organisation und Bedürfnisse der Bewohner erfordern von uns eine hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft.
Wir suchen den Kontakt
zu Mitarbeitern, Bewohnern und deren Angehörigen und respektieren ihre Anliegen.
Wir pflegen einen guten Informationsaustausch
mit den Dienstleistern, die zum Wohle unserer
Bewohner tätig sind.

Wir gehen miteinander freundlich und rücksichtsvoll um.
Wir unterstützen
und fördern das Engagement Ehrenamtlicher.
Die Mitarbeitervertretung
strebt ein vertrauensvolles, konstruktives und koopera-
tives Miteinander an.

Ein Raum der Kommunikation

Das Miteinander in unserer
Einrichtung lebt von der Kommunikation.
Wir reden miteinander und hören hin. Im Geiste
unseres caritativen Auftrages bedeutet das für die Hausleitung und Mitarbeiter:
Wir praktizieren
einen kooperativen Führungsstil unter Berücksichtigung verschiedener Interessen und Aufgabenbereiche und beteiligen unsere Mitarbeiter an den Entscheidungen.
Wir informieren
die Mitarbeiter rechtzeitig über alles, was für ihren
Arbeitsbereich und ihre Tätigkeit, sowie für die Gesamt-
einrichtung wichtig ist.

Wir begleiten und beraten
einzelne Mitarbeiter, sowie Teams, in geeigneter Weise, durch Praxisanleitung und Supervision.
Wir wollen miteinander im Gespräch bleiben.
Das erreichen wir durch regelmäßig stattfindende Team-Besprechungen.
Die täglichen Anliegen der Bewohner
bringen wir in wertschätzender Weise in internen
„Übergaben“ zur Sprache.
Wir suchen den direkten Weg
zum Gesprächspartner und gehen mit vertraulichen
Informationen sorgsam um.
Wir unterstützen
das Engagement der Mitarbeitervertretung
Wir kommunizieren in angemessener Weise
mit den politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Vertretern des öffentlichen Lebens zum Wohle der
Bewohner und unserer Institution.

Die Aus-, Fort- und Weiterbildung

Wir unterstützen unsere Mitarbeiter sich fachlich und menschlich weiter zu entwickeln. Zur Erfüllung der uns ge-stellten Aufgaben und im Geiste unseres
caritativen Auftrages, stehen für uns folgende Angebote im Vordergrund:
Wir stellen Ausbildungsplätze zur Verfügung
und garantieren eine bestmögliche praktische Ausbildung durch kontinuierliche Praxisbegleitung.
Wir unterstützen
die fortlaufende Weiterbildung unserer Mitarbeiter.
Wir besprechen
mit allen Mitarbeitern ihre Arbeitsplatzsituation und
ihre beruflichen Perspektiven.

Wir fördern Fort- und Weiterbildung
in Bezug auf Teamfähigkeit und Kommunikation.

Wir begleiten
unsere neuen Mitarbeiter während ihrer Einarbeitungszeit.
Wir eröffnen Wege
der Auseinandersetzung mit christlichen Werten und machen spirituelle Angebote.

Unsere wirtschaftliche Verantwortung

Wir unterliegen
den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen unserer Zeit. Für unsere Arbeit im Geiste unseres caritativen Auftrages
bedeutet dies:
Wir handeln
nach wirtschaftlichen Prinzipien. Damit streben wir die langfristige Sicherung und Stabilität der Einrichtung im Interesse der alten Menschen und unserer Mitarbeiter an.
In diese Verantwortung
nehmen wir alle mit hinein.
Mit den finanziellen Mitteln
werden wir bestmöglichst wirtschaften, um den
Bedürfnissen unserer Bewohner, sowie den Mitarbeitern
gerecht zu werden.
Wir sorgen
für zielgerichtete Investitionen und für eine sach-
gerechte Ausstattung.
Durch unser Qualitäts-Management-System (QAC)
garantieren wir langfristig einen hohen Qualitätsstandard.
Wir übernehmen Mitverantwortung
für unsere Schöpfung und Umwelt indem wir mit den uns anvertrauten Gütern sorgsam umgehen.

Ein Teil des öffentlichen Lebens

Wir sind räumlich und strukturell in ein soziales, kirchliches,
politisches und gesellschaftliches Umfeld ein-
gebunden. Im Geiste unseres caritativen Auftrages ist es uns wichtig, unsere Ziele und
unsere Arbeit in dieses Umfeld einzubringen:
Wir fördern den Kontakt
zwischen den Generationen durch Teilnahme unserer
alten Menschen am öffentlichen Leben.
Als Einrichtung
stehen wir in Kontakt mit unserem Träger, der Ordensgemeinschaft, dem Gesetzgeber, den Kostenträgern und den Vertretern der Kommunen.

Wir kooperieren
mit anderen sozialen Institutionen.
Wir suchen Kontakt
zum öffentlichen Leben in der Stadt.

Wir entwickeln uns
stetig weiter und bleiben offen für Erneuerungen, auch im Vergleich mit anderen sozialen Einrichtungen.

Ein Blick in die Zukunft

baumgeaest
Unsere Aufgabe ist es, das Leitbild
mit Leben zu füllen. Im Bild eines Baumes gesprochen:
Orientieren wir uns an unserer christlichen
Wurzel.
Erfahren das Leben in unserer Organisation
als stetiges Wachsen, und sind, wie die
Zweige eines Baumes, in die Zukunft hinein
offen für neue Ideen, Anregungen
und Visionen.
Hier können Sie sich unser Leitbild als pdf-Datei herunterladen.

Am Sonntag, den 6. Juni war wieder unsere traditionelle Fronleichnams-
prozession; sehen Sie hier eine Bildauswahl...

Infos zu unserer 125-Jahrfeier 2009