Das Leben in der hausinternen Tagesgruppe

Aktuell besuchen allmorgendlich bis zu 14 Heimbewohner unsere hausinterne Tagespflege.
Es handelt sich um fast ausschließlich psychisch veränderte ältere Mitmenschen die einer variabel strukturierten Begleitung durch den Tag bedürfen. Symptome dementieller Erkrankungen wie psychomotorische Unruhe, Angst, Weglauftendenzen und eine reduzierte Fähigkeit zur Kommunikation, Kontaktaufnahme und Verbalisierung von Bedürfnissen stehen im Vordergrund. Den stark betreuungsbedürftigen Heimbewohnern wird im Zeitraum von 8 bis 17 Uhr ein sinngebendes Tagesgeschehen angeboten. Die individuell geprägte Biographie ist hier der rote Faden, welcher uns hilft, sich an der Person mit all ihren Wünschen, Eigenarten, Neigungen und Abneigungen, der gesamten Wesensart zu orientieren. Täglich wiederkehrende Rituale wie gemeinsames Singen und Beten am Morgen vermitteln ein Gefühl von Beständigkeit, Sicherheit und Vertrautheit. Diese ritualisierte Tagesstruktur lässt Spielräume offen, welche sich an den Anliegen und der momentanen Befindlichkeit der Tagesgäste, als auch an den hausinternen Möglichkeiten und Ressourcen  auszurichten versuchen. Wir bemühen uns durch Erprobung und Reflexion unseres Handelns die Angebote so angemessen und ausgewogen wie möglich zu gestalten. Das heißt: Jeder ältere Mensch soll das Gefühl haben können, im Rahmen seiner momentanen individuellen Fähigkeiten am Geschehen in seinem Umfeld mitwirken zu dürfen. Auf Grund facettenreicher Anregungen mit Abwechslung und Ruhephasen wird dieses Ziel sehr oft erreicht, da jeder Mensch Gelegenheit erhält seine Stärken und Ressourcen zur Geltung zu bringen. Fähigkeiten erfahren, da wo es möglich ist, Stärkung und Wertschätzung, persönliche Kompetenzen werden unterstützt.
Pflegerische Interventionen treten hierbei in den Hintergrund.Unser Handeln erscheint inmitten eines dementiellen Abbauprozesses, ---- als dennoch wachstumsorientiert --- und versucht den „verwirrten“ alten Menschen im ganzheitlichen Sinne zu begreifen. Dabei nutzen unsere Besucher die Möglichkeit relativ hoher Bewegungsfreiheit innerhalb des Hauses sowie im beschützenden Garten.
Dies trägt sehr sichtbar zur inneren Ausgeglichenheit unserer Gäste bei. Die Angebote fundieren auf dem Prinzip der Anregung durch Abwechslung und Weckung der Neugier, sowie der Lust mit den verbliebenen Kräften etwas bewirken zu dürfen. So werden wir ständig bemüht sein uns auf die Suche zu begeben. Bewegungs – und Kommunikationsspiele, hauswirtschaftliche Angebote, visuelle Wanderungen, handwerkliche und kreative sowie auch musikalische Betätigung, Ausflüge und Naturerlebnisse füllen die Tage und machen sie reicher. Schüler und Praktikanten erhalten während ihrer Ausbildung die Chance, dementiell erkrankte Menschen mit ihren Wünschen, Antrieben, ihrer Motivation, persönlichen Geschichte aber auch Ängsten besser zu verstehen. Sie haben die Möglichkeit sich mit ihren besonderen Fähigkeiten und Stärken, sinnvoll in die Zusammenarbeit mit psychisch veränderten alten Menschen einbringen zu dürfen. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt nun eindeutig im Bereich einer Sicherheit und Vertrautheit vermittelnden Wegbegleitung durch eine Zeit, welche für die erkrankten Bewohner als persönliche Krise empfunden, und in dem ihr aktuelles Umfeld nur noch schwerlich von ihnen verstanden werden mag. Unser erstrebenswertes Ziel bleibt es, zu versuchen, zum Wohlbefinden unserer Besucher sichtbar beizutragen. Dabei lernen wir viel über unsere Mitmenschen, aber auch über uns selbst.

Markus Karl, Leiter der Tagesgruppe

   Aktivitäten der Tagesgruppe

Datum

Aktion

Teilnehmer

weitere Infos

11.04.07

Ausflug nach Kehl Bewohner und Mitarbeiter Bilderfolge
26.04.07 Ausflug an den Gifizsee Bewohner und Mitarbeiter

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24.07.08

Ausflug ins Cafe Weingarten Bewohner und Mitarbeiter Bilderfolge
15.08.08 Erstellen der Kräuterbüschel Bewohner und Mitarbeiter

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Am Sonntag, den 6. Juni war wieder unsere traditionelle Fronleichnams-
prozession; sehen Sie hier eine Bildauswahl...

Infos zu unserer 125-Jahrfeier 2009